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Interessante Bücher und Nützliches

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Kleiner Fleisch weg! Weiser

von Rosmarie Prexl

Der kreative Titel mit eingebautem Sprachspiel ist hier Programm: Das kleine Büchlein von Rosmarie Prexl unterscheidet sich von gängigen vegetarischen Kochbüchern durch die unaufdringlich-spielerische Art, mit der ganz nebenbei inmitten der Kochrezepte auch wissenswerte Tatsachen über den Umgang vom Menschen mit dem Tier in unserer Alltags-"Kultur" vermittelt werden. Die Sammlung der überwiegend veganen Rezepte, die allesamt einfach und schnell nachzukochen sind, wird aufgelockert durch liebevolle und witzige Illustrationen der Autorin, die als professionelle Kunstmalerin tätig ist. Zusätzlich bereichern das Büchlein sowohl kleine Texte mit Plädoyers gegen Gedankenlosigkeit und "Gewohnheitswahn" wie auch Tipps für Neuvegetarier oder Augenzwinkerndes - wie etwa ein Alternativ-Rezept für gefüllten Schweinebauch, bei dem auch das Schwein seine Freude hat oder eine Illustration mit einer etwas anderen Art von "Geflügelsalat". Die Rezepte zeigen einerseits, dass eine bodenständig-rustikale, bayerisch inspirierte Küche auch vegetarisch möglich ist; gleichzeitig präsentiert die Autorin auch innovativ Außergewöhnliches wie etwa griechischen Räuchertofu mit Gyrosgewürz. Ergänzt werden die Rezepte durch hilfreiche Anmerkungen mit Hintergrundinformationen zu einzelnen Zutaten oder Zubereitungsarten. Sehr berührend schließlich ist die eindringliche, märchenhaft erzählte kleine Geschichte über einen Fleischesser, der auszog leckeres Fleisch zu kaufen und dabei ungewollte Einblicke in die wenig appetitliche Realität der konventionellen Massentierhaltung erhält. Ein schönes und ungewöhnlich anderes Buch. [ew]

Gebundene Ausgabe: 49 Seiten
Verlag: Reimo-Verlag

 

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Vegane Kochkunst

von Matthias Langwasser

Vegan = Verzicht und Freudlosigkeit? Matthias Langwasser beweist in seinem optisch und inhaltlich sehr ansprechend gestalteten Kochbuch eindrucksvoll das Gegenteil. Die Fülle von abwechslungsreichen und phantasievollen Rezepten vermittelt selbst Neulingen auf dem Gebiet der veganen Kochkunst schon beim ersten Durchblättern einen Einblick in die genussvolle Vielfalt der rein pflanzlichen Küche. Die appetitlich anzusehenden Rezeptfotos tun das Ihrige, um in den Betrachtern die Lust zu wecken, die vorgestellten Rezepte möglichst umgehend auszuprobieren.

Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Rezeptzutaten beschränkt sich der Autor nicht allein auf den Anspruch rein pflanzlicher Ingredienzen, sondern er verbindet den veganen Ansatz mit den Prinzipien einer genussvollen Vollwertküche und plädiert für die Verwendung von Vollkorn statt Auszugsmehlen und alternativen Süßungsmitteln anstelle von raffiniertem Zucker. In diesem Zusammenhang erklärt der Verfasser, dessen Kompetenz als ganzheitlicher Ernährungsberater das gesamte Kochbuch durchzieht, auch gleich Wissenswertes zu den einzelnen Süßungsarten und klärt z.B. über den wenig bekannten Unterschied zwischen Rohrohrzucker und Vollrohrzucker auf.

Dem Rezeptteil geht als Einführung in das Thema "vegane Kochkunst" ein breites Spektrum an informativen Texten voraus über Aspekte wie die Gründe für eine rein pflanzliche Ernährung, die gängigsten Vorurteile gegenüber einer veganen Lebensweise, die Vorteile von Bio-Produkten, die Wichtigkeit eines ausgewogenen Säure-Basen-Haushaltes und vieles mehr. Gefolgt wird die generelle Einführung ins Thema von einer umfangreichen Warenkunde, in der auch weniger bekannte Lebensmittel gut verständlich erklärt werden. Sehr hilfreich ist zudem die detaillierte Übersicht über die Kochdauer und Zubereitungsart verschiedener Getreidesorten.

Der Rezeptteil selbst ist untergliedert in die Bereiche "Brot und Brötchen", "Brotaufstriche", "Frühstück", "Salate und Salatsaucen", "Hauptgerichte", "Suppen und Eintöpfe", "Desserts", "Eiscremes" und "Kuchen und Gebäck". Die phantasievollen Rezepte zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Regel schnell und ohne allzu großen Aufwand zubereitet werden können und dass der Genussfaktor - bei Kreationen wie "Kichererbsenbällchen" mit "Früchte-Curry-Sauce" und "Naturreis mit Rotem Reis" oder "Creme de Chocolat", "Haselnusseis" und "Schoko-Cashew-Kuchen", um nur einige zu nennen - auf keinen Fall zu kurz kommt.

Dem ganzheitlichen Ansatz des Verfassers entspricht, dass er auch Überlegungen zu dem spirituellen Aspekt von Nahrung und der energetischen Wertigkeit von Lebensmitteln in seinem Werk Raum gibt. Darüber hinaus ist das Kochbuch in einem sehr sympathischen persönlichen Stil gehalten, so dass die LeserInnen auch einiges über den Autor selbst erfahren.

Was das Thema Vitamin B12 angeht, vertritt der Autor die Auffassung, dass bei einer veganen Ernährung kein Risiko für eine Unterversorgung besteht, und verweist auf Nahrungsmittel, die B12 auf natürliche Weise enthalten sollen. Diese Thematik wird in der Wissenschaft seit langem kontrovers diskutiert. Aktuell lautet die ernährungswissenschaftliche Erkenntnis - die auch vom Wissenschaftlichen Beirat des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.) vertreten wird - dass die Nahrungsmittel, die bislang für zuverlässige B12-Lieferanten gehalten wurden (wie milchsaures Gemüse, Bierhefe u.a.) das Vitamin nur in inaktiver Form enthalten, die vom Körper nicht verwertet werden kann. Insofern wird derzeit - auch von Wissenschaftlern, die selbst vegan leben - die Empfehlung ausgesprochen, Vitamin B12 bei einer veganen Ernährungsweise regelmäßig zu supplementieren, um auf der sicheren Seite zu sein. Dies ist allerdings die einzige Supplementierung, die von seriöser wissenschaftlicher Seite bei einer veganen Vollwerternährung als notwendig erachtet wird, da eine abwechslungsreich zusammengestellte vegane Ernährungsweise ansonsten als ausgewogen gelten kann.

Das Fazit zum Kochbuch "Vegane Kochkunst": Eine wunderschönes, inspirierendes Buch, das Lust auf kreative vegane Küche macht. Die Anschaffung lohnt sich! [ew]

Gebundene Ausgabe: 120 Seiten

Verlag: Regenbogenkreis;
Auflage: 2., stark erw. A. (April 2007)


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Das Ox-Kochbuch

herausgegeben von Uschi Herzer und Joachim Hiller

Ein vegetarisches Kochbuch der etwas schrägeren Art. Geschrieben von Punks, jedoch nicht nur für Punks. Auch gemäßigt Unkonventionelle dürften durchaus ihren Spaß haben an den bewusst einfach und verständlich gehaltenen Rezepten, jeweils inclusive passender Musikempfehlung zu jedem Gericht (so wird beispielsweise die Zubereitung der "Gefüllten Auberginen in Käsesauce" genau zum Rhythmus der verschiedenen Songs der empfohlenen CD  choreografiert - im Sinne eines multisensorischen  Gesamtkunstwerks sozusagen!). Und überraschenderweise handelt es sich bei  den Musikempfehlungen auch keineswegs ausschließlich um Punkrock. Denn: Wie viel effektvoller sind schließlich die in einem einzigen Kochbuch vereinigten Gegensätze zwischen "Not - macht - erfinderisch - Pampe", "Salmonellen-Baguette" oder  - noch etwas punkiger - "Damit- könnt- ihr- Fleischfresser- reinlegen- Soße mit Pasta" oder "Alarm im Darm" und der empfohlenen musikalischen Untermalung von Chopin, Maria Callas-Arien oder etwa Songs von Abba und Johnny Cash? Regelrecht poetisch wird es dann bei dem nicht ganz jugendfreien Rezept mit dem

Titel "Backen macht Freude", wenngleich die abschließende Aussage der Backanweisung frauenrechtstechnisch noch einer näheren Überprüfung bedarf... Sehr positiv hervorzuheben ist die Rubrik "Basics" am Anfang des Buches. Hier werden kurz & knapp die wichtigsten Grundsätze der Kochkunst erklärt, so dass auch bisherige Dosenkostfans die letzten Hürden zum Selbstkochen nehmen können. Ungewöhnlich sind vereinzelte Rezepte für bis zu 40  Hungrige (sehr praktisch für Parties und Co.). Schön ist, dass vegane Gerichte deutlich mit einem Symbol gekennzeichnet sind. Es könnten zwar idealerweise noch ein paar mehr sein, doch am Anfang des Kochbuchs wird zumindest deutlich darauf hingewiesen, wie einfach vegetarische Gerichte in vegane umgewandelt werden können. Was das Buch noch enorm bereichern würde, wären Fotos der Rezepte, die leider komplett fehlen. Preislich kann sich das Ox-Kochbuch dafür allerdings
mehr als sehen lassen. [ew]

Broschiert - 184 Seiten - Ventil Verlag (2004)


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Das große Kochbuch der vegetarischen Köstlichkeiten

Herta Gal

Liest sich in etwa so vertraut wie ein persönliches Familienkochbuch, in das mehrere Generationen ihre besten Rezepte handschriftlich notiert haben: Schon beim Lesen der ersten Seiten wird deutlich, dass der Anspruch der Autorin weit über das bloße Verfassen eines simplen Kochbuchs hinausgeht. Vor einem moralphilosophisch- spirituellen Hintergrund führt die Verfasserin mehrere gut nachvollziehbare Argumente an, die für eine vegetarische Ernährung sprechen, und  lässt ein großes Maß an liebevoll-persönlichem Engagement erkennen. Die zahlreichen Rezepte selbst - in die zum Teil auch Einflüsse aus anderen Ländern einfließen - sind nahezu alle unkompliziert und  für ein schnelles und einfaches Nachkochen geeignet. In sämtlichen Rubriken  - angefangen von "Salate - Rohkost und Partysalate", "Brotzeit - Brotaufstriche und Pasteten" sowie "Suppen" über "Hauptgerichte" bis hin zu "Sweeties - Nachspeisen", "Kuchen und Gebäck" sowie "Brote selbst backen"  - finden sich ausschließlich Rezepte aus pflanzlichen Zutaten, so dass das  Kochbuch sogar ohne die sonst üblichen Abbildungen eine schöne  Geschenkidee (nicht nur) für VeganerInnen darstellt.[ew]

Gebundene Ausgabe - 260 Seiten - BoD (2004)


Inhaltsverzeichnis
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Vegan + Sport / Vegane Ernährung und Ausdauersport

von Arnold Wiegand

Ein interessantes Werk zu einem bislang eher vernachlässigten  Thema: In seinem gut recherchierten Buch hat der Autor eine Fülle von  Informationen über Ernährung und Sport zusammengetragen und füllt damit eine Informationslücke für alle, die sich besonders für die Kombination von gesunder  Nahrung und intensivem Ausdauersport interessieren. Die Grundlage des Buches bilden aktuelle wissenschaftliche Studien zur veganen Ernährung, Informationen  zum Vitamin- und Mineralstoffbedarf des Körpers sowie praktische persönliche Erfahrungsberichte und konkrete Übungsvorschläge mit Farbfotos. Mit anderen Worten: Wiegands Werk bietet gleichermaßen einen Wegweiser für vegane Ernährung wie auch das Know-How für erfolgreichen  Ausdauersport sowie eine Verbindung aus beidem. Dass sein Konzept funktioniert, beweist der Autor durch seine eigenen sportlichen  Höchstleistungen, als da wären: 100 km-Läufe, 12-Stunden-Schwimmen, ein 24-Stunden-Lauf und Triathlon/Ironman. Insofern ist Arnold Wiegand - neben den im Buch genannten berühmten vegan lebenden Sportlern - das beste Beispiel dafür,  dass eine gut geplante (- darauf legt der Autor ausdrücklich Wert! -) vegane Ernährung eine perfekte Grundlage für körperliche Fitness selbst in sportlichen Extremsituationen darstellt.

[ew]

Broschiert - 220 Seiten - Books on Demand, Januar 2006

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Grüne Küche

von Delia Smith

Mit diesem Werk beweist Delia Smith, die erfolgreichste britsche Kochbuchautorin und Fernsehköchin, eindrucksvoll ihre ganze Variationsbreite auf vegetarischem Gebiet. In 250 Rezepten aus den Bereichen "Suppen", "Vorspeisen und Salate", "Eier", "Käse", "Pasta, Gnocchi & Co.", "Körner und Hülsenfrüchte", "Essen mit Freunden", "Gemüse", "Backen" und "Desserts" wird fantasievoll mit kulinarischen Einflüssen aus den verschiedensten Ländern der Erde gespielt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Höhepunkte wie "Warmer Roquefort-Käsekuchen mit Birnen in Balsamico-Vinaigrette", "Gewürzte Kichererbsen-Küchlein mit Rote-Zwiebel-Koriander-Salat" und "Seidentofu mit Chili, Frühlingszwiebeln und gebratenem Lauch" kommen selbst bei Köchinnen und Köchen mit hohem Anspruch gut an.

Ähnlich verhält es sich bei Besonderheiten wie "Pastinaken-Parmesan-Salbei-Brot", "Würzigem Apfel-Muffinkuchen mit Pekannuss-Streuseln" oder "Polenta-Ricotta-Kuchen mit Datteln und Amaretto". Die ästhetisch anspruchsvollen Bilder sind eine Freude für das Auge, leider sind jedoch nicht alle Rezepte als Foto abgebildet. Delia Smiths Buch legt den Haupakzent eindeutig auf eine ovo-lakto-vegetarische Küche. Erfreulich ist, dass sich dennoch im Anhang eine Auflistung der enthaltenen veganen Rezepte findet: es sind immerhin sage und schreibe über 60. Wer Lust auf das Besondere hat, ist mit diesem Buch gut beraten. [ew]

Gebundene Ausgabe - 264 Seiten - Collection Rolf Heyne.

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VegItalia

von Ursula Ferrigno

Mehr als nur ein Kochbuch: Neben 125 klassischen vegetarischen Rezepten aus der italienischen Küche bietet Ursula Ferrignos Buch VegItalia eine fundierte Einführung in die italienische Esskultur und Lebensart. Unterteilt in die Kapitel "Pasta", "Risotto", "Fagioli" (Bohnen & Co.), "Verdura" (Gemüse), "Insalate" (Salate), "Pane" (Brot) und "Frutta e Noci" (Obst und Nüsse) präsentiert die Autorin traditionelle fleischlose Gerichte aus verschiedenen Sparten, die zum Großteil noch aus der persönlichen Überlieferung ihrer Großmutter stammen. Leider ist nicht zu jedem Rezept ein Bild abgedruckt, aber die Fotografien in dem Buch sind von hoher ästhetischer Qualität und machen Lust auf Italien und die italienische Küche. Vor allem für "eingefleischte" Italien-Fans ein exklusiver Geschenk-Tipp, mit dem man nichts falsch machen kann. [ew]

Gebundene Ausgabe - 224 Seiten - Hädecke.

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